Springen Sie direkt zur Hauptnavigation

Springen Sie direkt zum Hauptinhalt

Springen Sie direkt zur Suche


Bilder der Kopfzeile:


Hauptnavigation:

 

Namenstag haben heute: Adrian und Franziskus

Diaspora-Aktion 2010

Aktuelles Spendenprojekt

Zur Themenvorschau 2011

Zum Online-Tagebuch Island

Kommende Termine und Veranstaltungen im Überblick

Bonifatiuswerk-Infofilm

Die Dialogkrippe kommt zu Ihnen!

Zur Webseite

Zur Webseite

Zur Webseite

Unser Rückrufservice

Aktion

Ihre schönsten Gebete

Allianz für den freien Sonntag

Informationen zum Diaspora-Kommissariat

Zur Webseite der Schriftenreihe

Zur Webseite des Pfarrbriefservice

Zur Webseite des Domradio

Zur Webseite katholisch.de

 


 



 

 






 

 

 

 

 

 


Hier finden Sie bei aktiviertem CSS Möglichkeiten zur Steuerung der Schriftgröße, sowie die Möglichkeit zu drucken oder die Seite an einen Freund weiter zu empfehlen:

AAA Seite drucken  Seite empfehlen


Hauptinhaltsbereich:

Die Dialogkrippe kommt zu Ihnen!

Erstmals präsentierte das Bonifatiuswerk sie auf dem 2. Ökumenischen Kirchentag, als die Besucher hautnah miterleben konnten, wie zwei junge Künstlerinnen aus einem Stück Holz die lebensgroße Figur des heiligen Bonifatius schnitzten (Mehr lesen). Nun soll die Dialogkrippe „Bethlehem und Europa“ auf Pilgerreise gehen. Um möglichst viele Menschen in unserem Land zu erreichen, kann die Figurengruppe – zu der auch die Abbilder von Edith Stein, Albert Schweitzer, Robert Schumann und dem heiligen Benedikt gehören – künftig kostenlos von Gemeinden und Verbänden beim Bonifatiuswerk ausgeliehen werden.


Das Bonifatiuswerk stellt die Dialogkrippe Gemeinden und Verbänden kostenfrei zu Ausstellungszwecken zur Verfügung

Die Dialogkrippe erinnert an die tiefe christliche Tradition des alten Kontinents und lässt die Menschwerdung Christi auch außerhalb der Weihnachtszeit präsent werden. „Sie soll einen Freiraum des Glaubens schaffen, mitten in der Hektik des Alltags, sie soll Impulse in die umgebende Gesellschaft setzen“, erklärt Generalsekretär Monsignore Georg Austen.

Dabei soll die Krippe künftig mitten im öffentlichen Raum Platz finden, mitten im Alltag der Menschen: In der diesjährigen Advents- und Weihnachtszeit wird die Krippe einen besonderen Standort im Münchener Hauptbahnhof haben, Ende des kommenden Jahres soll sie in der estländischen Hauptstadt Tallinn – der europäischen Kulturhauptstadt 2011 – eine neue Heimat finden. Beginnen auch Sie mit dem Dialog und setzen Sie einen besonderen geistlichen Impuls – in Ihrer Region, Stadt oder Gemeinde!


Mittendrin: Die Dialogkrippe auf dem 2. ÖKT am Stand des Bonifatiuswerkes (mehr lesen)

Das Bonifatiuswerk hat diese Holzkrippe erworben, um sie möglichst vielen Gemeinden und Verbänden kostenfrei zu Ausstellungszwecken zur Verfügung zu stellen. Lediglich die Transportkosten müssen getragen werden. Haben Sie Interesse an einer Ausstellung der Krippe in Ihrem Ort, Ihrer Stadt, Ihrer Gemeinde? Dann wenden Sie sich direkt an das Bonifatiuswerk, telefonisch unter 052 51/29 96 42 oder per E-Mail an info @ bonifatiuswerk.de. Gern stehen wir Ihnen auch für Rückfragen zur Verfügung.

 

Die Idee

Die Idee zur Dialogkrippe entstand bereits vor zwölf Jahren. Seitdem wird nicht nur während der Advents- und Weihnachtszeit an vielen Orten Polens eine Krippe aufgestellt, die von den Schülern des Kenar-Lyzeums in Zakopane (Polen) geschnitzt wurde.
Diese Krippen unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht von den meisten herkömmlichen Weihnachtskrippen, die vornehmlich in Kirchen bzw. in sakralen, „geistlich geschützten“ Räumen stehen. Denn die Dialogkrippe wird in öffentlichen Räumen aufgestellt: in Bahnhöfen, Flughäfen und Krankenhäusern. Ein Merkmal dieser Krippen ist, dass sie stets „auf Wanderschaft“ sind. Diese Krippen sollen Impulse in der sie umgebenden Gesellschaft setzen und einen eigenen, inneren und geistigen Raum schaffen. Einen Freiraum des Glaubens mitten in der Hektik des Alltags. Eine Oase des Innehaltens, der Besinnung und auch des Schauens. Aber ebenso eine Stätte der Begegnung, des Dialogs und des Kulturteilens.

Witold Broniewski

Die Botschaft

Jede Krippe führt eine doppelte Botschaft vor Augen. Die grundlegende Botschaft überdauert unverändert die Zeiten: Gott ist in Jesus Christus Mensch geworden und hat unter uns gewohnt. Die zweite Botschaft hingegen greift die Bedürfnisse der Stunde, die Zeichen der Zeit oder die Anliegen der „condicio humana“ auf.

Die Weihnachtskrippe steht grundlegend für den Dialog Gottes mit den Menschen − kraft der Menschwerdung Christi. Die „Dialogkrippe“ wird vom Willen zum Dialog beseelt und getragen. Mithin suchen die Krippen den Dialog mit allen, auch mit den Nichtgläubigen, den Leidenden, Zweifelnden und Suchenden.

In dem Bewusstsein, dass es den Zeitgenossen am meisten an einer Perspektive der Hoffnung mangelt, soll die Weihnachtskrippe ein Zeichen der Hoffnung setzen, damit die Menschen nicht der Sinnleere und der Hoffnungslosigkeit anheim fallen.

Witold Broniewski

„Bethlehem und Europa“

Christus hat Europa mit dem beschenkt, was in diesem Erdteil das Wertvollste darstellt: mit Menschen, die das Evangelium lieben, ja, mit Heiligen. Andere teilen die Mitmenschen in Einheimische und Fremde, in Nahestehende und Fernstehende, in ihnen genehme und nicht genehme Menschen, in Freunde und Feinde ein. Die Heiligen begegnen allen Nächsten mit gleicher Offenheit und gleichem Wohlwollen. Manche Menschen liebäugeln mit dem Bösen, andere verüben sogar Niederträchtiges und Abscheuliches. Die Heiligen widerstehen entschieden dem Bösen und bekämpften dieses. Mehr noch – sie besiegen das Böse mit dem Guten. Menschen, die das Evangelium lieben, lieben Friedfertigkeit und Frieden. Wer Geradlinigkeit, Selbstlosigkeit, Hochherzigkeit und Liebe entdecken möchte, findet diese nirgends so treffsicher wie in den Haltungen der Heiligen. So finden Sie in der Dialogkrippe „Bethlehem und Europa“ u.a. herausragende Persönlichkeiten wie Edith Stein, Albert Schweitzer, Robert Schumann, den Heiligen Benedikt und nun auch – seit dem 2. Ökumenischen Kirchentag – den Heiligen Bonifatius.

Witold Broniewski

Die Bedeutung der Krippe im öffentlichen Raum

Die Krippe ist eine besondere Stimme der Christen auf dem pluralistischen Areopag unserer Gegenwart. Sie steht sozusagen in dem großen Hyde-Park unserer Welt. Seit den Tagen des hl. Franziskus − eine Art Kolumbus der Krippenbewegung − hat sich die Welt fast bis zur Unkenntlichkeit verändert. Jedoch kann jedwede Zeit Früchte tragen. Das geistige Bethlehem ist zum einen verankert in der Geschichte, zum anderen ist es zeitlos, ja sogar ewigkeitsträchtig.

Im vergangenen Jahr sind neue Standorte der Dialogkrippe hinzu gekommen, u.a. in Görlitz („Bethlehem und die Standhaften“) und Chemnitz (durch das Bonifatiuswerk gefördert), in Wien sowie im römischen Pantheon („Bethlehem und die Jugend“). Welcher Geist beseelt das dialogische Krippenunterfangen? Der Geist des Dialogs, der hier am Werk ist, ist näher hin biblisch und ökumenisch geprägt. Ferner interkulturell und besonders europäisch, aber keineswegs ausschließlich. Diesen Geist kennzeichnet Geschwisterlichkeit und Solidarität.

Die Dialogkrippen stehen nicht mutterseelenallein. Das Begleitprogramm wird oftmals von Pfarrgemeinden und kirchlichen Initiativen gestaltet, von Chören und Musikgruppen. Den wichtigsten Beitrag aber leisten Namenlose − die einfach schauen, schweigen, erleben, das Weihnachtsevangelium lesen und manchmal auch reflektieren und beten. So werden Freiräume des Glaubens geschaffen, in denen Gottesnähe erlebt werden kann. Und so wird die Krippe zum besonderen Glaubensimpuls unserer Zeit.

Witold Broniewski

 

Witold Broniewski, geb. 1935 in Lubasz (Polen), war fast 40 Jahre im Schuldienst sowie in der Erwachsenenbildung in Süddeutschland tätig. Langjähriger Vorsitzender des Polnischen Kulturvereins, darüber hinaus wirkt er als Publizist im philosophischen Bereich.