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26.07.2010 18:27 Alter: 44 days

Betstunde für die Diaspora zum Libori-Fest

Kategorie: Startseite

 

Mit einem feierlichen Gottesdienst betete das Bonifatiuswerk für die Anliegen der Katholiken in der Diaspora. Die Betstunde vor den Reliquien des heiligen Liborius im Dom zu Paderborn leiteten Kopenhagens Bischof Czeslaw Kozon und Helsinkis Bischof Teemu Sippo sowie Generalsekretär Monsignore Georg Austen und Leipzigs Propst Lothar Vierhock.

Mit einem feierlichen Gottesdienst betete das Bonifatiuswerk für die Anliegen der Katholiken in der Diaspora. Die Betstunde vor den Reliquien des heiligen Liborius im Dom zu Paderborn leiteten Kopenhagens Bischof Czeslaw Kozon und Helsinkis Bischof Teemu Sippo sowie Generalsekretär Monsignore Georg Austen und Leipzigs Propst Lothar Vierhock.

Propst Vierhock erläuterte die doppelte Diaspora, die mittlerweile in Ostdeutschland herrscht. In Leipzig würden sich nur 17 von 100 Einwohnern zum christlichen Glauben bekennen. Nur 3 davon seien katholisch. „Damit sind nicht nur wir Katholiken in einer extremen Minderheit, sondern alle Christen leben in Leipzig in der Diaspora“, erklärte Vierhock. Als besonders wohltuend empfinde er deshalb das katholische Libori-Fest.

 
Präsident Georg Freiherr von und zu Brenken (li.) empfing Bischof Kozon aus Kopenhagen im Bonifatiushaus.

 Bischof Sippo betonte, das Finnland das europäische Land ist, in dem prozentual gesehen die wenigsten Katholiken lebten: 11.000 Katholiken unter 4 Millionen Einwohnern. „Aus den vereinzelt lebenden Gläubigen eine Gemeinschaft werden zu lassen, das ist mir ein Herzensanliegen“, beschrieb Sippo eine seiner schwierigsten Hirten-Aufgaben.

 
Generalsekretär Monsignore Austen (li.) empfing Bischof Sippo.

Bischof Kozon berichtete im Anschluss an den Gottesdienst aus Dänemark. Dort erlebe die Kirche einen starken Zuwachs an Gläubigen. „Die Kirchen werden immer kleiner, es kommen immer mehr Menschen zu unseren Gottesdiensten“, berichtete Kozon. „Zu großen Anlässen wie der Firmung müssen wir oftmals eine lutherische Kirche anmieten, da unsere Kirchen längst zu klein sind. Selbst die katholische Domkirche in Kopenhagen ist zu klein, wenn wir firmen.“ Und trotzdem: solch eine äußerliche Manifestation des Glaubens wie zu Libori erlebe Kozon in Dänemark nicht, unterstrich der Bischof von Kopenhagen.

 

(ah)