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Der künftige Erzbischof von Riga, Zbigņevs Stankevičs, hofft für seine Kirche auf deutsche Diaspora-Hilfe. Die kleine katholische Glaubensgemeinschaft in Lettland könne sich kaum selbst finanzieren und sei daher auch auf Spenden der deutschen Katholiken angewiesen, sagte Stankevičs am Mittwoch dem Bonifatiuswerk in einem Interview (Lesen Sie hier das ganze Interview).

Zbigņevs Stankevičs
Ziel sei es, während seiner Zeit als Erzbischof, das Katholische Gymnasium in Riga zu erhalten, den Neubau des religionswissenschaftlichen Instituts voranzutreiben sowie den Mangel an religiöser Literatur in lettischer Sprache zu beheben, so der Geistliche. „Möglichkeiten zu schaffen, grundlegende Literatur zu übersetzen und zu drucken, sehe ich als eine meiner wichtigen langfristigen Aufgaben an“, sagte Stankevičs.
Außerdem sprach sich der ernannte Erzbischof für eine Dezentralisierung in der Kirche aus. Ein Bischof könne nicht alles tragen und kontrollieren, aber es fehle an Priestern. Daher müsse aktiv Berufung geweckt werden, so Stankevics.
Stankevičs wird am 8. August im evangelischen Dom der lettischen Hauptstadt zum Bischof geweiht. Er tritt damit die Nachfolge von Kardinal Janis Pujats an, der altersbedingt aus dem Amt scheidet. Stankevics übernimmt mit Riga ein Erzbistum in dem 16 Prozent der Gesamtbevölkerung leben und sich die Katholiken in einer Minderheitssituation befinden.
(kna)